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DAT Adam – Auf eigene Faust

Ziemlich überraschend kommt das Debütalbum des jungen Trios DAT Adam daher. »Hydra 3D« variiert Cloud-Rap erfrischend in verschiedene Stilrichtungen. Jetzt spielt die Band bei Rock am Ring und Rock im Park.

Taddl, Ardy und Mary – das sind die drei jungen Musiker, aus denen sich DAT Adam zusammensetzt. Während Taddl – oder Thaddeus Tjarks, wie er im echten Leben heißt – und Ardy – Ardian Bora – die beiden Rapper des Projekts, einen Background als Youtuber haben, ist Mary – Marius Ley – Produzent und nimmt diese Rolle selbstverständlich auch bei dieser Formation ein. Die Musik des Trios wird gemeinhin als Cloud-Rap bezeichnet, sie selbst wollen sich jedoch nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen, wie sie auf ihrer Webseite verlauten lassen: „Wir sind keine großen Fans davon, dass alles in irgendein Genre eingegliedert werden muss und tun uns sehr schwer damit, unsere Mucke irgendwo einzuordnen, weil es sich anfühlt, als würde man sich auf eine Musikrichtung festlegen müssen.“ Und tatsächlich lässt sich ihr Debütalbum »Hydra 3D« nicht ohne Vorbehalt als Cloud-Rap betiteln.

Ihre stilistische Freiheit, die DAT Adam lediglich im HipHop verankern, beschreiben sie folgendermaßen: „Auf unserem aktuellen Album sind beispielsweise auch 1980er-, Rock-, Trap- und Jazz-Einflüsse kaum zu überhören.“ Während die Trap-Anleihen sehr deutlich und auch einige 1980er-Synthies erkennbar sind, wirkt der Verweis auf Rock und Jazz doch recht hochgestochen. Allerdings muss man DAT Adam zugute halten, dass sie sich qualitativ weit über den meisten Cloud-Rappern bewegen. Ihre Songs sind besser produziert, die Arrangements kreativer und abwechslungsreicher. Die stimmliche Verzerrung und die trippig-chilligen Synthesizer-Klänge verankern ihre Musik dennoch recht deutlich im Cloud-Rap – wenn auch verschiedene Einflüsse hervorstechen und sie damit frische Variationen ins Genre bringen. Dies äußert sich in einer großen atmosphärischen Bandbreite, die von düster-benebelt über träumerisch-relaxt bis unbeschwert-poppig reicht.

Die Freiheit, ihren eigenen Stil verfolgen zu können und sich nicht reinreden lassen zu müssen, haben DAT Adam sich nach dem Motto „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ erkauft. Einen Major-Vertrag lehnten sie ab, sie setzten auf Eigenvermarktung und hatten damit durchschlagenden Erfolg. Bereits ihre erste EP „Chrome“ stieß auf große Begeisterung und konnte sich hoch in den Charts platzieren. Nun schickt sich auch »Hydra 3D« an, zum großen Chart-Durchstarter zu werden – und das ohne große Werbung oder wochenlangen Vorverkauf. Insgesamt kann man sagen, dass es mehr als beeindruckend ist, was Dat Adam in Eigenregie auf die Beine gestellt haben. Ihr Talent ist unbestreitbar, der Trap-Cloud-Sound wirkt frisch, ist in Deutschland noch unverbraucht, und eine große Fanbase besitzt das Trio ebenfalls bereits – einer Musikkarriere dürfte also nichts im Wege stehen.

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